Stoppt Neophyten: Unsere Natur braucht Hilfe
Sie blühen wunderschön in vielen Gärten, richten in unserer Natur aber schweren Schaden an: Invasive Neophyten breiten sich auch in unserer Gemeinde rasant aus.
Die Berg- und Naturwacht bittet nun alle Bürgerinnen und Bürger um aktive Mithilfe im eigenen Garten, um die heimische Pflanzenwelt zu schützen. Ob Drüsen-Springkraut, Kanadische Goldrute oder Sommerflieder – viele dieser eingeschleppten Pflanzenarten haben den Sprung über den Gartenzaun geschafft. In der freien Natur verdrängen sie aggressiv unsere heimischen Kräuter und Sträucher. Das Problem: Ohne natürliche Feinde überwuchern sie ganze Bachufer und Waldränder. Einige Arten, wie die giftige Ambrosia oder der Riesen-Bärenklau, sind zudem hochallergisch oder verursachen schwere Hautverbrennungen. Die Berg- und Naturwacht ist bereits im Dauereinsatz, doch der Kampf gelingt nur, wenn alle Gemeindebürger an einem Strang ziehen.
Die wichtigste Regel für den eigenen Garten lautet: Ausbreitung verhindern! Wer Neophyten bei sich entdeckt, sollte diese am besten noch vor der Blüte und Samenreife bekämpfen. Das Drüsen-Springkraut lässt sich aufgrund seiner flachen Wurzeln sehr leicht samt der Wurzel händisch ausreißen. Bei hartnäckigeren Pflanzen wie der Goldrute hilft ein regelmäßiger, tiefer Rückschnitt vor der Samenbildung. Wer neue Beete anlegt, greift am besten gleich zu heimischen Alternativen wie dem Gewöhnlichen Wasserdost oder der Wilden Karde.
Ein entscheidender Fehler passiert oft bei der Entsorgung: Invasive Neophyten gehören niemals auf den Gartenkompost oder in die Biotonne! Viele dieser Pflanzen können selbst aus kleinen Stängelteilen neue Wurzeln schlagen oder reifen im Kompost nach. Die Pflanzenreste müssen zwingend im Restmüll entsorgt werden, da dieser verbrannt wird. Im Altstoffsammelzentrum können die Pflanzen separat entsorgt werden.
Halten wir unsere Gemeinde gemeinsam artenreich und gesund!
Die Steiermärkische Berg- und Naturwacht hat als Beitrag zur Bewusstseinsbildung Informationsplakate entwickelt, die beispielsweise der Bevölkerung helfen sollen, die verschiedenen Pflanzenarten zu erkennen und deren Gefahrenpotential abzuschätzen. Die Plakate beinhalten Abbildungen der Pflanzen, eine textliche Beschreibung von Herkunft und Erscheinungsbild, Information über die Blütezeit und die negativen Auswirkungen der Pflanze und schließlich Hinweise, wie man den Neophyten wirkungsvoll bekämpfen kann.
https://www.klimawandelanpassung.at/newsletter/nl29/kwa-neophyten-berg-naturwacht
https://bergundnaturwacht.at/