Sieben Regeln für ein gutes Miteinander von Mensch, Hund und Weidetieren

Veröffentlichungsdatum18.06.2026Lesedauer2 Minuten
ein Hund an der Leine

Die auf den Feldern wachsenden Pflanzen und Früchte werden durch Hundekot direkt verunreinigt. Für die Landwirte bedeutet dies eine erhebliche Qualitätsminderung der betroffenen Ernte – und damit unserer Lebensmittel.
Weiden und Wiesen sind Futtergrundlage für Kühe, Kälber, Schafe, Ziegen und Pferde. Hundekot in der Wiese oder auf der Weide verunreinigt das Futter und kann für die Gesundheit der Tiere sehr gefährlich sein. Der über den Hundekot übertragene Parasit „Neospora caninum“ führt zu Fehlgeburten bei Kühen, was auch zu einem großen wirtschaftlichen Schaden für die betroffenen Bäuerinnen und Bauern führt.

Rechtliche Hinweise:
Wiesen und Äcker sind privates Eigentum und dürfen nicht betreten werden.
Benützen Sie öffentliche oder ausgewiesene und markierte Wege. Das freie Herumgehen und die Ausweitung von Pfaden auf Wiesen und Äcker sind nicht erlaubt. Sie schaden dem Ertrag von Wiesen und Äckern und nehmen den Wildtieren überlebensnotwendigen Lebensraum. Bitte bleiben Sie auf bestehenden richtigen Wegen.
Waldflächen dürfen zu Erholungszwecken frei begangen werden. Ausgenommen sind Aufforstungsflächen unter 3 Meter Baumhöhe. Das Befahren von Waldflächen oder Forststraßen mit Fahrrädern, Motorrädern oder E-Scootern ist nicht erlaubt.

E H R E N K O D E X

1. Verantwortungsvolles Halten von Hunden
        Der Hundehalter bietet dem Hund genug Auslauf, kennt die Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern und sammelt die „Hundehäufchen“ ein.

2. Hunde immer an der Leine führen
        Der verantwortungsvolle Hundehalter führt den Hund immer an der Leine und lässt ihn nicht in die Wiesen oder Weiden.

3. Wiesen und Weiden sind die Salatschüssel für die Weidetiere – Felder sind unser Teller
        Das Gras der Wiesen und Weiden ist das wichtigste Futter für Rinder, Schafe und Pferde und darf durch Hundekot nicht verunreinigt werden.
        Die auf den Feldern wachsenden Pflanzen und Früchte werden durch Hundekot direkt verunreinigt. Das bedeutet eine Qualitätsminderung der betroffenen Ernte – und damit unserer Lebensmittel.

4. Halten Sie Ihren Hund fern von Wiesen und Weiden
        Im Hundekot können sich für Kühe gefährliche Parasiten befinden, die zu Fehlgeburten bei Kühen führen.

5. Hunde auf keinen Fall auf eine Weide mit Tieren lassen
         Weidende Rinder, Schafe, Pferde oder Lamas sind keine Spielgefährten Ihres Hundes. Der angeborene Spiel- und Jagdtrieb bei Hunden kann für Ihren Hund und für Sie gefährlich werden und unabsehbare Folgen haben.

6. Hundekot verschmutzt die Umwelt
         Auf Wegen und Straßen ist Hundekot unansehnlich und wird zu einem Ärgernis, wenn man in ein Häufchen steigt und mit den verschmutzten und übelriechenden Schuhen nach Hause geht.

7. Hundekotbeutel benutzen
        Benutzen Sie eigene Hundekotbeutel oder solche, die von den
        Gemeinden bereitgestellt wurden und beseitigen Sie die Häufchen. Sie reduzieren damit den Ärger bei den Wegnutzern und tragen zu einem guten Miteinander von Hundehaltern und Hundeskeptikern bei.

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und übernehmen Sie Verantwortung für Ihren Hund, Ihre Mitmenschen, die Weidetiere und die Umwelt.

Informationen der Landwirtschaftskammer Steiermark: www.stmk.lko.at